2022: 4. & 5. Fortbildung: „Angstbindung – Teil I & II“, 22.11.2022 & 29.11.2022

Kurzübersicht

Dr. Martina Cappenberg, Dipl.-Psychologin, Münster; Referentin für Pflege- und Adoptivfamilien und Fachkräfte


Prof. Dr. Ludwig Salgo, Professor an der Goethe-Universität Frankfurt/Main, Schwerpunkt Familienrecht, Vorstandsvorsitzender der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes

180,00 €
Inkl. 0% MwSt., zzgl. Versandkosten

(Inkl. Verpflegung und Getränke)

* Pflichtfelder

180,00 €
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Details

Teil 1:
Wie können das Verhalten und die Worte der Kinder in Ihrer tatsächlichen Gefühlswelt verstanden werden? Woran erkennen Fachkräfte, dass ein Kind aus Angst und nicht aus Bedürfnis antwortet?

Kinder, die innerfamiliär Gewalt erfahren haben, binden sich aus dieser Erfahrung heraus oft in Angst an ihre Bezugspersonen. Als Kinder sind sie jedoch von ihrer Bezugsperson abhängig. Im äußeren Verhalten der Kinder zeigt sich diese Angst dann oftmals in einer Überanpassung.

Was brauchen Jugendamtskräfte, Verfahrensbeistände und Juristen damit sie diesen Widerspruch zwischen Kindes-Wille und -Wohl erkennen und überzeugend erklären können? 

Der erste Teil, dieser zweiteiligen Seminarreihe „Angstbindung“, bildet den psychologischen Grundstock, im zweiten Teil wird auf die juristische Perspektive eingegangen.

Teil 2:
Dies ist der weiterführende rechtliche Teil zu unserer zweiteiligen Seminarreihe „Angstbindung“. Hierbei geht es um die juristischen Herausforderungen zur Regelung des Umgangs sowie der Kontinuitätssicherung von Pflegekindern.

Die regulären Entscheidungen/ Verfahren von Richtern zu Umgangskontakten zwischen Kindern und Eltern gilt nicht für Kinder, die wegen Gefährdungen im Herkunftsmilieu fremdplatziert werden mussten (insbes. bei traumatisierten Kindern). Manche Kinder profitieren vom Umgang, andere nicht, manche werden bei/durch den Kontakt erheblich gefährdet. Umgang gegen den Willen des Kindes kann nachhaltige neue Schädigungen auslösen. Deshalb bedürfen Umgangsregelungen für Pflegekinder fachlicher Vor- und Nachbereitung, u.U., Begleitung, soweit dadurch Risiken vermieden werden können. Keinesfalls darf das Pflegekind durch Umgang mit Eltern, die es gefährdet hatten, destabilisiert werden.

Was es für Juristen bedeutet, wenn Kinder etwas anderen Sagen (Kindeswille) als für Sie gut ist (Kindeswohl).

Wichtig: Der Preis von 180€ p.P. gilt für beide Fortbildungen.

Zielgruppe:
Diese Fortbildung richtet sich an Fachkräfte des ASD und der Pflegekinderdienste, die sich zu diesen Themen informieren und austauschen möchten.

Folgende Ausrüstung wird für die Teilnahme an einem Online Seminar benötigt:

  • PC, Laptop, Tablet oder Handy (am besten direkt am Strom angeschlossen, da Videokonferenzen viel Strom benötigen)
  • Eine stabile Internetverbindung
  • Kaffee oder Tee :)

Sollte Ihr Gerät nicht über ein Mikrofon und eine Kamera verfügen benötigen Sie noch:

  • Headset oder Kopfhörer mit Mikrofon
  • Webcam

Wir werden Ihnen einige Tage vor dem Seminar den Link zur Teilnahme per Email zukommen lassen.

Hinweis: Sollte die Veranstaltung ausgebucht sein, schicken Sie uns gerne eine Nachricht (kontakt@stiftung-pflegekind.de) und wir setzten Ihren Namen auf unsere Warteliste und kontaktieren Sie, sollten andere Teilnehmer*innen noch absagen.
Sollte die Warteliste sehr lange werden, sind wir bemüht, das Seminar zu einem weiteren Termin nochmal anzubieten.

Zusatzinformation

Termin Teil I: Dienstag, 22.11.2022; 09:00 - 12:30 Uhr; Teil II: Dienstag, 29.11.2022; 09:00 – 12:30 Uhr
Veranstaltungsort Online-Seminar per Zoom
Preise 180 € p. P.
Referenten

Dr. Martina Cappenberg, Dipl.-Psychologin, Münster; Referentin für Pflege- und Adoptivfamilien und Fachkräfte

Prof. Dr. Ludwig Salgo, Professor an der Goethe-Universität Frankfurt/Main, Schwerpunkt Familienrecht, Vorstandsvorsitzender der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes